„Zwei Länder und ein Oder Delta“, ein wunderschöner 16-minütiger Dokumentarfilm von Emmanuel Rondeau, erzählt die Geschichte des Rewildings im Oderdelta, das sich Deutschland und Polen teilen. Am 22. März begeisterte die Premiere des Films bei einer gut besuchten Veranstaltung anlässlich des World Rewilding Day in Goleniów das Publikum.
Dem Oderdelta neues Leben einhauchen
Das Oderdelta, das sich an der südlichen Ostseeküste zwischen Polen und Deutschland erstreckt, ist eine einzigartige Region mit einem reichen Mosaik aus Land-, Meeres- und Süßwasserökosystemen. Die Region liegt strategisch günstig an einem der ökologischen Knotenpunkte Europas. Rewilding-Maßnahmen haben dazu geführt, dass sich die Tierwelt hier in einer natürlicheren Dichte auszubreiten beginnt und die Landschaft durch wiederhergestellte natürliche Prozesse neu gestaltet wird. Arten wie Elch, Wolf und Biber befinden sich in verschiedenen Stadien der Wiederbesiedlung – unterstützt durch Maßnahmen zur Verbesserung der Koexistenz von Mensch und Tier sowohl auf polnischer als auch auf deutscher Seite -, während der Europäische Wisent und der Eurasische Luchs allmählich von Polen aus nach Osten in Richtung des Deltas ziehen.
Die Bemühungen des Rewilding Oder Delta-Teams sowie die atemberaubende natürliche Schönheit der Landschaft und ihrer ikonischen Tierarten werden in dem neuen 16-minütigen Dokumentarfilm „Zwei Länder und ein Oder Delta“ des preisgekrönten französischen Filmemachers Emmanuel Rondeau eindrucksvoll dargestellt. Der Dokumentarfilm wurde am 22. März in der polnischen Stadt Goleniów, im Rahmen einer Veranstaltung zur Feier des World Rewilding Day uraufgeführt. Er ist der jüngste in einer Reihe von inspirierenden Kurzfilmen, die die Arbeit von Rewilding Europe zeigen sollen und mit finanzieller Unterstützung der globalen Anwaltskanzlei Hogan Lovells produziert werden.
Eine Darstellung des kollaborativen Rewildings
Passend zum Thema des diesjährigen World Rewilding Day – #RewildingTogether – ist der neue Dokumentarfilm von Emmanuel Rondeau eine eindrückliche Darstellung der grenzübergreifenden, gemeinschaftlichen Rewilding-Bemühungen des Oderdeltas. Er enthält Interviews mit deutschen und polnischen Mitgliedern des Rewilding-Oder-Delta-Teams sowie mit Vertretern von Rewilding Europe und Anwohnern der Landschaft. Der Film zeigt eine Reihe von Maßnahmen in und um die Landschaft, wie z.B. die Renaturierung des Flusses Ina, die Wiedervernässung degradierter Feuchtgebiete, die Entwicklung lokaler naturbasierter Unternehmen und die Auswilderung des Eurasischen Luchses.

Der Dokumentarfilm wurde von dem großen und vielfältigen Publikum des World Rewilding Day, bestehend aus Forst- und Wasserverwaltungsbehörden, lokalen Regierungsvertretern – einschließlich des Bürgermeisters von Goleniów, wie auch dem Bürgermeister der Partnerstadt Greifswald -, Unternehmern, Landwirten, Freiwilligen und Anwohnern, sehr positiv aufgenommen.
“I was really inspired by this interesting and hopeful film,” says Radosław Wąs, Director of the Szczecinek Centre for Ecological Education and Lake Revitalisation. “I’m so glad that it will be available for public viewing soon, because I would really like to use it in our classes for young people.”
„Dieser interessante und hoffnungsvolle Film hat mich wirklich inspiriert“, sagt Radosław Wąs, Direktor des Szczecinek-Zentrums für ökologische Bildung und Seenrevitalisierung. „Ich bin so froh, dass er bald öffentlich zu sehen sein wird, denn ich würde ihn gerne in unserem Unterricht für junge Menschen einsetzen.“
Vereint für Rewilding
An die Dokumentarfilmpremiere schloss sich eine Podiumsdiskussion darüber an, wie verschiedene Wege zu einem gemeinsamen Ziel führen. „Rewilding in vier Stimmen“ als Gespräch zwischen vier Befürwortern des Zusammenlebens von Menschen und Wildtieren in einer gesunden, naturreichen Oderdelta-Landschaft. Magdalena Tracz (Westpommersche Naturgesellschaft), Marta Hapoń-Sobieraj (Stiftung für Klima und Biodiversität), Piotr Nieznański (Rewilding Oderdelta) und Artur Furdyna (Gesellschaft der Freunde der Flüsse Ina und Gowienica) teilten ihre Lebenserfahrungen mit dem Publikum und erzählten, wie sie sich für Rewilding engagieren. Die Diskussion stieß auch beim Publikum auf positive Resonanz.
„Ich war sehr bewegt und dankbar, dass ich heute hier mit Menschen zusammen sein konnte, die ihre Leidenschaft teilen“, sagt Aleksandra Ławrukiewicz, eine Pädagogin und lokale Aktivistin. „Ihre Denkweise und ihre Erfahrungen geben mir Hoffnung für die Zukunft der wilden Natur und der Menschen im Oderdelta. Ich gehe mit einem Kopf voll von Inspiration für Aktionen nach Hause.“
Unbezahlbare Unterstützung
Die Arbeit von Rewilding Europe in unseren Renaturierungslandschaften wird von einer Vielzahl hoch geschätzter Partner unterstützt. Wir möchten uns insbesondere bei denjenigen bedanken, die die Kernfinanzierung bereitstellen, insbesondere dem Ecological Restoration Fund, der Niederländischen Postcode Lottery, WWF-Niederlande und Arcadia. Ihre langjährige Unterstützung spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, Rewilding zu ermöglichen und die Auswirkungen von Rewilding zu steigern.
Online Premiere
„Zwei Länder und ein Oder Delta“ wird am 3. April um 17:00 Uhr MEZ auf dem YouTube-Kanal von Rewilding Europe veröffentlicht.
Die Partner der Veranstaltung zum World Rewilding Day in Goleniów waren: Rewilding Europe, die Gemeinde Goleniów, das Kulturzentrum Goleniów, die Gesellschaft der Freunde der Flüsse Ina und Gowienica, die Westpommersche Naturgesellschaft, die Stiftung für Klima und Biodiversität und Komes Water.