Der Herbst ist da, die Blätter fallen und das Gras wird welk. Das bedeutet auch, dass die Zeit der Fischottersuche wieder beginnt. Besonders in den Wintermonaten lassen sich Hinweise auf die Anwesenheit des Fischotters am besten finden.

Auch in diesem Jahr werden wir an ausgewählten Stellen nach dem Fischotter suchen, um nachweisen zu können, ob und wie oft er diese Bereiche durchstreift.
Besonders geeignet dafür sind Brücken und Durchlässe, also große Rohre, durch die Wasser unter Straßen hindurchgeleitet wird. Hier setzt der Otter besonders gern Losungen, also seine Hinterlassenschaften, ab. Damit kommuniziert er indirekt mit anderen Artgenossen. Man geht davon aus, dass Otter darüber viele Informationen – wie zum Beispiel das Alter, das Geschlecht oder den Gesundheitszustand eines anderen Otters – in Erfahrung bringen oder einfach klarmachen wollen, dass dieses Gebiet bereits bewohnt ist. Auch mit sogenannten Fotofallen, also automatisch auslösenden Kameras, versuchen wir, den Otter an diesen Stellen nachzuweisen.
Uns helfen diese Hinweise, um herauszufinden, welche Stellen eine besondere Gefahr für Fischotter darstellen. Denn auf ihren nächtlichen Streifzügen durch Bäche, Gräben und Schilf müssen sie immer wieder das sichere Wasser verlassen und Straßen überqueren.
Wenn dann ein Fischotter an der Kamerafalle vorbeiläuft und sozusagen im Bild „eingefangen“ wird, wissen wir, dass an dieser Stelle ein otterfreundlicher Durchgang gebraucht wird. Ein solcher Durchgang kann z. B. ein kleiner Tunnel oder eine sogenannte Berme an Brücken sein. Diese nutzen nicht nur dem Fischotter, sondern können auch von anderen Tieren wie Dachs, Wasserfrosch oder Biber genutzt werden.
Als kleiner Vorgeschmack hier noch einige Eindrücke aus der letzten Monitoring-Saison.



